Staatliche Museen

Internationales Renommee

Staatliche Museen

  • Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foto: Kraufmann/Franziska Kraufmann

Am Profil der staatlichen Museen lässt sich die kulturgeschichtliche Tradition des Landes ablesen, die es als wertvolles Erbe zu bewahren und als Impulsgeber für die Gegenwart nutzbar zu machen gilt. Mit ihren zahlreichen Außen- und Zweigstellen bilden diese Einrichtungen die tragende Säule der baden-württembergischen Museumslandschaft.

Zu den Publikumsmagneten im Land zählen die Staatsgalerie Stuttgart und die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe als Kunstmuseen mit dauerhafter Präsentation ihrer Sammlungsbestände und mit zahlreichen Sonderausstellungen, die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden als international renommiertes Ausstellungsinstitut ohne eigene Sammlung, die beiden Landesmuseen in Karlsruhe und Stuttgart sowie das Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Hinzu kommen die beiden Naturkundemuseen in Karlsruhe und Stuttgart, das Linden-Museum als eines der bedeutendsten völkerkundlichen Museen Europas, das TECHNOSEUM in Mannheim und das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg mit seinen zahlreichen Zweigmuseen. In keine der herkömmlichen Kategorien lässt sich das international beachtete Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe zuweisen. Es hat durch seine Sammlungen zwar musealen Charakter, ist gleichzeitig aber auch technologisches Entwicklungsinstitut und Künstlerwerkstatt. Die elf staatlichen Einrichtungen und das Zentrum für Kunst und Medientechnologie verzeichnen jährlich rund 2 Millionen Besucherinnen und Besucher.

Die staatlichen Museen wurden mittlerweile alle in Landesbetriebe umgewandelt. Diese Organisationsform schafft für die Museen erweiterte Handlungsspielräume und größere Wirtschaftlichkeit und Transparenz in Finanzangelegenheiten. So können sie den Anforderungen, die an eine kundenorientierten und modernen Kulturbetrieb gestellt werden, besser entsprechen. Beim Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und dem TECHNOSEUM - Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim handelt es sich um Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Museumsstiftung und Zentralfonds

Um den Rang der staatlichen Museen zu wahren und den Ausbau der Sammlungen zu unterstützen, sind der Erwerb weiterer Exponate und Sammlungsgegenstände unerlässlich. Hierzu unterstützt das Land die Museen mit Mitteln aus der Museumsstiftung und dem Zentralfonds.

Die 1981 gegründete gemeinnützige Museumsstiftung Baden-Württemberg hat einen jährlichen Ankaufsetat in Höhe von ca. 3,5 Mio. Euro. Sie wird gespeist aus Spielbankabgaben und Landesmitteln. Stiftungszweck ist die Anschaffung herausragender Meisterwerke der Weltkunst oder entsprechender Sammlungskomplexe für die staatlichen Kunstsammlungen (Museen):

  • Staatsgalerie Stuttgart
  • Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
  • Badisches Landesmuseum
  • Landesmuseum Württemberg
  • Linden-Museum Stuttgart

Organ der Museumsstiftung ist der Stiftungsrat. Den Vorsitz führt die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, weitere Mitglieder sind die Direktorinnen und Direktoren der o. g. Museen. Es finden in der Regel zweimal jährlich Ankaufsitzungen statt, in denen die zu erwerbenden Kunstwerke vorgestellt und über deren Erwerb entschieden wird. 

Bedeutende Aktivitäten der letzten Jahre sind der Ankauf der Sammlung Domberger für die Staatsgalerie (2009), der Ankauf von Werken des Meisters von Meßkirch für die Staatsgalerie und die Kunsthalle Karlsruhe (2013), der Ankauf des Fürstengrabes von Gammertingen für das Landesmuseum Württemberg (2014) und der Ankauf des Wandbilds "Familie" von Oskar Schlemmer für die Staatsgalerie (2016).

Hinzu kommt der Zentralfonds für die Anschaffung von Spitzenwerken für die Staatlichen Kunstsammlungen mit einem Etat in Höhe von jährlich knapp 700.000 Euro. Dieser wird teilweise gespeist aus Lotto-Mitteln.


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