Forschung

Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung

Baden-Württemberg leistet seinen Beitrag zur Zeitenwende und bringt den Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung auf den Weg.

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Deutschland und die Europäische Union müssen technologisch souveräner werden und sich auf neue Bedrohungslagen im Inneren wie Äußeren vorbereiten. Als starker Forschungsstandort bringt sich Baden-Württemberg aktiv ein und startete im Oktober 2026 den Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung.

Unsere Landeshochschulen und Forschungseinrichtungen stehen schon heute an der Spitze bei sicherheitsrelevanten Schlüsseltechnologien wie Robotik und Quantentechnologien. In Zeiten von Desinformation und digitaler Manipulation müssen außerdem menschliche und gesellschaftliche Aspekte mitgedacht werden, weshalb geistes- und sozialwissenschaftliche Perspektiven eingebunden werden.. Ebenso wird die Resilienz des Gesundheitssystems in Krisensituation mit Partnern in Ulm und weiteren Standorten erforscht und gestärkt.

Innovationsnetzwerk zu Sicherheit und Verteidigung

Mit dem sechsten Innovationscampus des Landes entsteht ein Netzwerk, um alle relevanten Innovationsakteure in der sicherheitsrelevanten Forschung eng zu verknüpfen. Hierfür bündeln die Universität Stuttgart und weitere Hochschulen, insbesondere das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ihre Kompetenzen. Zudem werden baden-württembergische Fraunhofer-Institute, Standorte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Universitätsklinika sowie Unternehmen und Start-ups im Land in dieses Netzwerk eingebunden – mit dem Ziel, verschiedenste Fragestellungen zur Sicherheit, Verteidigung und Resilienz zu bearbeiten. Besonderer Fokus liegt dabei auf Luft- und Raumfahrt, Cybersecurity, Autonomen Systemen, Mikroelektronik und Sensorysteme sowie klinischer Notfallversorgung und medizinischer Resilienz.

Zentrale Aufgabe des Innovationscampus ist es – in enger Zusammenarbeit mit zivilen Bedarfsträgern und Sicherheitsorganen – den Transfer von Innovationen in die Praxis zu stärken.

Das Vorhaben erhält finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Forschungsinfrastruktur wird ausgebaut

Im Rahmen des neuen Innovationscampus wird auch die relevante Forschungsinfrastruktur ausgebaut: An der Universität Stuttgart entsteht beispielsweise ein Hyperschallkanal – unter anderem für die Entwickelung neuer Luft- und Raumfahrtantriebe.

„Wir stehen vor enormen geopolitischen Herausforderungen. Insbesondere hybride Bedrohungen sind kein abstraktes Zukunftsszenario mehr, sondern haben bereits reale Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Auch die Wissenschaft wird hier Verantwortung übernehmen. Wir haben im Land exzellente Hochschulen und Einrichtungen, die in den relevanten Technologiefeldern erfolgreich forschen. Mit unserem Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung bündeln und vernetzen wir diese Kompetenzen und schaffen den wichtigen Transfer aus der Forschung in die Anwendung. “
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski