Forschung

Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung

Baden-Württemberg leistet seinen Beitrag zur Zeitenwende und bringt den Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung auf den Weg.

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Symbolbild: Sicherheit und Verteidigung

Deutschland und die Europäische Union müssen technologisch souveräner werden und sich auf neue Bedrohungslagen im Inneren wie Äußeren vorbereiten. Als starker Forschungsstandort bringt sich Baden-Württemberg aktiv ein und startet den Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung.

Unsere Landeshochschulen und Forschungseinrichtungen stehen schon heute an der Spitze bei sicherheitsrelevanten Schlüsseltechnologien wie Luft- und Raumfahrt, Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik sowie Quantentechnologien. In Zeiten von Desinformation und digitaler Manipulation müssen außerdem menschliche und gesellschaftliche Aspekte mitgedacht werden. Daher sollen neben Fähigkeiten in der Cybersecurity-Forschung auch Geistes- und Sozialwissenschaften in den Innovationscampus eingebunden werden.

Innovationsnetzwerk zu Sicherheit und Verteidigung

Mit dem sechsten Innovationscampus des Landes wird ein neues Netzwerk entwickelt, um alle relevanten Innovationsakteure in der sicherheitsrelevanten Forschung eng zu verknüpfen. Hierfür bündeln die Universität Stuttgart und weitere Hochschulen, insbesondere das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ihre Kompetenzen. Zudem werden baden-württembergische Fraunhofer-Institute, Standorte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie Unternehmen und Start-ups im Land in dieses Netzwerk eingebunden – mit dem Ziel, verschiedenste Fragestellungen zur Sicherheit, Resilienz und Verteidigung zu bearbeiten.

Zentrale Aufgabe des Innovationscampus ist es – in enger Zusammenarbeit mit zivilen Bedarfsträgern und Sicherheitsorganen – den Transfer von Innovationen in die Praxis zu stärken.

Forschungsinfrastruktur wird ausgebaut

Im Rahmen des neuen Innovationscampus wird auch die relevante Forschungsinfrastruktur ausgebaut. An der Universität Stuttgart entsteht beispielsweise ein Hyperschallkanal – unter anderem für die Entwickelung neuer Luft- und Raumfahrtantriebe.

„Wir stehen vor enormen geopolitischen Herausforderungen. Insbesondere hybride Bedrohungen sind kein abstraktes Zukunftsszenario mehr, sondern haben bereits reale Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Auch die Wissenschaft wird hier Verantwortung übernehmen. Wir haben im Land exzellente Hochschulen und Einrichtungen, die in den relevanten Technologiefeldern erfolgreich forschen. Mit unserem Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung bündeln und vernetzen wir diese Kompetenzen und schaffen den wichtigen Transfer aus der Forschung in die Anwendung. “
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski