Tanzszene

Tanz

Alice Tea Party, Rosario Guerra Company, Gauthier Dance, Foto: Regina Brocke

Baden-Württemberg verfügt über eine breitgefächerte Tanzlandschaft, die von international gefeierten Ensembles an den beiden Staatstheatern über die freie Tanzszene bis zur zeitgenössischen Choreografie und Performance reicht.

Mit dem Stuttgarter Ballett befindet sich im Land eine der für die Entwicklung des Balletts weltweit führenden Kompanien. Neben den beiden Staatstheatern verfügen die städtischen Theater Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Pforzheim und Ulm über eine eigene Tanzsparte. Daneben gibt es Einrichtungen, die für freie Gruppen Aufführungs- und Produktionsort sind, darunter das Theaterhaus Stuttgart mit der Tanzkompagnie Gauthier Dance, die Tanz- und Theaterwerkstatt e.V. Ludwigsburg, das Freiburger E-Werk, das UnterwegsTheater in Heidelberg, das in 2017 gegründete EinTanzHaus in Mannheim sowie die am “Kooperativen Tanzprojekt Freiburg“ beteiligten Gruppen und Spielstätten.

Mit der Akademie des Tanzes der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und der John Cranko Schule mit Ballettschule und staatlicher Ballettakademie in Stuttgart bestehen im Land traditionsreiche staatliche Ausbildungsstätten für professionelle, klassische Tänzerinnen und Tänzer. Die John Cranko Schule gehört weltweit zu den renommiertesten Ballettschulen. Nach rund fünf Jahren Bauzeit wurde 2020 der Neubau in unmittelbarer Nähe zu den Staatstheatern und der Compagnie eröffnet. Das architektonisch herausragendes Gebäude des Architekturbüros Burger Rudacs bietet mit Internat, Ballettsälen, Probebühne und Gesundheitszentrum optimale Rahmenbedingungen und beste Voraussetzungen für die Spitzenausbildung des internationalen Tänzernachwuchs. Stipendien runden das Angebot ab.

Ein besonderes Ziel der Tanzförderung des Landes ist die Entwicklung von Exzellenz, die unter anderem im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms „TANZPAKT Stadt – Land – Bund“ zum Ausdruck kommt. Im Kontext des TANZPAKTS fördert das Land zwei landesweit ausstrahlende Entwicklungsprojekte: das „EinTanzHaus“ in Mannheim und das „Kooperative Tanzprojekt Freiburg“.

Der Entwicklung von nachhaltigen Produktionsmöglichkeiten und zur Stärkung freier Ensembles im Bereich von Tanz und Performance - hat sich das neue Programm „Tanzförderung BW“ verschrieben. Vom Kunstministerium gefördert werden 2 bis 3 hervorragende Tanzensembles über einen Zeitraum von fünf Jahren, deren künstlerische Entwicklung und potenzielle nationale und internationale Ausstrahlungskraft nachhaltig unterstützt wird.

Der zeitgenössische Tanz wird unter anderem durch Projektmittel für die freie Szene gefördert, die vom Landesverband der freien Tanz- und Theaterschaffenden (LaFT) vergeben werden. Weitere Projektförderungen erfolgen durch die Beteiligung des Landes am internationalen Solo-Tanz-Theater-Festival der Stadt Stuttgart, an der TanzBiennale Heidelberg sowie am COLOURS International Dance Festival von „Gauthier Dance“ in Stuttgart. Das Land beteiligt sich weiterhin an dem Netzwerk für den zeitgenössischen Tanz, der TanzSzene Baden-Württemberg, sowie an nationalen Programmen wie dem Nationalen Performance Netz (NPN –Tanz, https://www.jointadventures.net/nationales-performance-netz/ ) und der Tanz-Transition (http://www.stiftung-tanz.com).

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