Eröffnung des Neubaus der BDB-Musikakademie in Staufen

Musikakademie und Kulturhotel Staufen

Die neue Musikakademie in Staufen öffnet ab heute offiziell ihre Räume für alle Musik- und Chorverbände in Südbaden und erweitert ihr Bildungsangebot nochmals: Mit dem neuen Akademiegebäude stehen für das Bildungsprogramm künftig mehr als doppelt so viele Räume, beste akustische Bedingungen und eine hochmoderne Ausstattung zur Verfügung.

Den Neubau der Musikakademie des Bundes Deutscher Blasmusikverbände (BDB) in Staufen hat das Land mit 9 Millionen Euro unterstützt. Das parallel dazu geförderte neue Musikzentrum des Blasmusikverbands Baden-Württemberg in Plochingen wurde im Herbst 2021 eröffnet.

„Zentrale Aufgabe beider Musikakademien ist es, das Bildungswesen der Amateurmusik im Land zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit einem breiten Fort- und Weiterbildungsangebot sind die Akademien Impulsgeber für Musikerinnen und Musiker, Dirigentinnen und Dirigenten sowie Vereinsverantwortliche im ganzen Land. Wir investieren hier in die Zukunftsfähigkeit der gesamten Amateurmusik in Baden-Württemberg“, sagte Staatssekretär Arne Braun anlässlich des Festakts zur Eröffnung der Musikakademie in Staufen am Donnerstag (22. Februar). „Mit der neuen Akademie in Staufen entsteht eine Begegnungs- und Wirkungsstätte mit einem breit gelebten Kulturverständnis in Bezug auf Genres und Interkulturalität, Partizipation und Teilhabe werden hier groß geschrieben“, so Braun weiter. Der Staatssekretär dankte auch dem ausführenden Architekten Martin Bez von Bez und Kock Architekten aus Stuttgart.

Bedeutung der Amateurmusik für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

6.300 Vereine, über 12.000 Ensembles, etwa 330.000 Musikerinnen und Sänger, darunter fast 100.000 Jugendliche unter 18 Jahren – Baden-Württemberg ist MusikLÄND und Heimat für eine Vielzahl von aktiven Musikvereinen, Chören und Orchestern. „Insbesondere im ländlichen Raum bilden sie die Grundlage für musikalische Bildung. Sie schaffen damit Zugang zu Kultur, eröffnen neue Welten und fördern Gemeinschaft, indem sie Menschen zusammenbringen. Der Blasmusik sowie der Amateurmusik insgesamt mit ihrem großteils ehren­amtlichen Engagement kommt damit nicht nur traditionell eine große Bedeutung zu. Auch heute tragen sie maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land bei“, sagte Kulturstaatssekretär Arne Braun.

Neugestaltung der Amateurmusikförderung

Bereits zum Jahresbeginn sind die neuen Förderrichtlinien des Landes für die Amateurmusik in Kraft getreten. Damit verfolgt das Ministerium das Ziel, als Teil der grundsätzlichen Neugestaltung der Breitenkulturförderung das Ehrenamt zu unterstützen und die Vereine zukunftsfähig zu machen. „Die musikalische Basisarbeit – Unterrichten, Proben – findet nicht nur in den Musikakademien statt, sondern vorrangig in den Musikvereinen selbst. Deshalb ist uns die Vereinsförderung ebenso wichtig“, so Braun. Die bisherige Chorleiter- und Dirigentenpauschale wurde daher ab 2024 zu einer Probenpauschale ausgeweitet. Zudem stellt das Land ab diesem Jahr 3,1 Millionen Euro mehr zur Verfügung, um die Musikvereine im Land bei der Finanzierung ihres Proben- und Unterrichtsbetriebs zu unterstützen. Die Amateurmusikförderung insgesamt liegt damit im Haushaltsjahr 2024 bei rund 9 Millionen Euro.

Staatssekretär Arne Braun beglückwünschte den Präsidenten des Bundes Deutscher Blasmusikverbände, Staatssekretär Patrick Rapp, den Akademieleiter Christoph Karle sowie das gesamte Präsidium, alle Verantwortlichen und das gesamte BDB-Team zu dem gelungenen Gebäude. Mit seinen rund 1.000 Mitglieds­vereinen überwiegend im badischen Landesteil kommt dem Blas­musikverband eine besondere Rolle zu.

Bund Deutscher Blasmusikverbände

Der Bund Deutscher Blasmusikverbände hat ca. 250.000 Mitglieder in rund 1.000 Vereinen und 16 Mitgliedsverbänden. Er bietet Beratung, Dienstleistung und Bildung, versteht sich als Servicestelle, Interessensvertreter und Impulsgeber für Blasmusikerinnen und Blasmusiker, Verbands- und Vereinsverantwortliche.

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