Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Praxisnähe zur regionalen Wirtschaft

Forschung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften

  • Technik-Chip, Foto: Hochschule Ulm

Die 23 Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) stehen als regionale Innovationsmotoren in ganz besonderer Weise für die Verbindung von Wissenschaft, Lehre und Praxis. Ihre Forschungsaktivitäten sind vorwiegend produkt- und anwendungsorientiert. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Aktuelle Schwerpunkte der HAW-Förderung sind strukturbildende Maßnahmen sowie die Stärkung von Kooperationen zwischen HAWen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Diese sind wichtige Voraussetzungen für innovative Lehre und für erfolgreichen Technologietransfer in die regionale Wirtschaft.

Zentren für angewandte Forschung (ZAFH)

Ein ZAFH ist ein hochschulübergreifender Forschungsverbund, zu dem sich HAWen, Universitäten sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen haben, um wichtige Schlüsselthemen zu bearbeiten. Gleichzeitig wird durch die Einrichtung eines ZAFH die Schwerpunkt- und Profilbildung der Hochschule vorangetrieben, ihre vorwettbewerbliche Transferkompetenz gestärkt und ihre Rolle als Impulsgeber für die regionale Wirtschaft unterstrichen. Bisher wurden in vier Fördertranchen insgesamt elf ZAFH an baden-württembergischen HAWen im umfang von insgesamt 23,5 Mio. Euro gefördert. Dabei wurden neun ZAFH jeweils anteilig aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln sowie zwei weitere ZAFH ausschließlich aus Landesmitteln finanziert. Die Bandbreite reicht dabei von Servicerobotik und photonischen Verfahren über innovative Assistenzsysteme im Alter bis hin zu ressourcenschonenden Leichtbaustoffen. Im Rahmen einer fünften Tranche sollen ab 2017 drei weitere ZAFH gefördert werden. 

Institute für angewandte Forschung (IAF)

Mittlerweile verfügen 21 baden-württembergische HAWen über ein Institut für angewandte Forschung (IAF). Die interdisziplinär ausgerichteten Institute dienen als organisatorisches Dach für ihre Forschungsaktivitäten und agieren an der Hochschule als zentraler Ansprechpartner für Unternehmen mit FuE-Aktivitäten. Dadurch steigern die Institute die FuE-Kompetenzen der Hochschulen und schärfen zugleich deren Profil als Innovationskatalysatoren für die regionale Wirtschaft. Das Wissenschaftsministerium fördert die weitere Professionalisierung der IAF's mit jährlich 1,7 Mio. Euro.

Innovative Projekte 

Mit der Förderlinie „Innovative Projekte“ fördert das Wissenschaftsministerium (kleinere) Kooperationsprojekte, die von Hochschulen unter Beteiligung von Unternehmen, Verbänden oder anderen externen Trägern oder von Hochschulen mit anderen HAWen und/oder Universitäten durchgeführt werden. Ziel des Programms ist es, die Forschungs- und Entwicklungskompetenzen der HAWen zu stärken. Weiterhin soll durch die Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des regionalen Umfeldes der Technologietransfer zwischen der Wissenschaft und Wirtschaft intensiviert werden. Für das jährlich ausgeschriebene Förderprogramm stehen . 1,8  Mio. Euro zur Verfügung. Bislang wurden insgesamt 15 Projekte aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, den Ingenieurwissenschaften und dem Life-Science Bereich gefördert (Laufzeit 2015-2017). Die Ausschreibung für die kommende Fördertranche (Laufzeit 2016-2018) wurde im Dezember 2015 veröffentlicht.


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