Hochkarätiger Auftakt in Mannheim
Den Auftakt des bundesweiten Prozesses machte im Februar 2026 eine Veranstaltung in Mannheim mit Keynote, politischen Impulsen und einer Podiumsdiskussion zum Thema Resilienz im Wissenschaftssystem. Gastgeberin der hochkarätig besetzten Veranstaltung im GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
war Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff vom Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung hielt die Keynote und betonte: „Der Blick in die USA zeigt, dass selbst die reichsten Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen anfällig für massive Kürzungen der Finanzmittel und Maßnahmen sind, die ihre zukünftigen Einnahmen beeinträchtigen. Um dagegen Resilienz aufzubauen, ist es jetzt notwendig, Artikel 5 GG, der die Wissenschaftsfreiheit garantiert, mit Zähnen zu versehen, im Sinne einer kollektiven Beistandspflicht.“
Weiterhin setzten Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Philosophin Juniorprof. Dr. Amrei Bahr, der Professor für Zeitgeschichte Dr. Sven Reichardt sowie der Heidelberger Student Quentin Gärtner ein deutliches Zeichen für Resilienz, Freiheit und Vielfalt in Forschung und Lehre.
Rede von Wissenschaftsministerin Petra Olschowski
Mitschnitt der Veranstaltung in Mannheim
Mehr als 200 Teilnehmende bei Resilienz-Veranstaltung in Potsdam
Anfang Juli 2026 haben Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski gemeinsam in den Potsdamer Landtag eingeladen. Unter dem Titel „Resilienz des deutschen Wissenschaftssystems – Verantwortung gemeinsam übernehmen“ tauschten sich rund 200 Teilnehmende aus. Neben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sprachen unter anderem der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. Wolfgang Wick, und die Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Potsdam, Dr. Frauke Brosius-Gersdorf. Vor Ort waren zudem die Wissenschaftsminister und -senatorinnen aus Berlin, Hessen, Niedersachsen und dem Saarland.
„Wissenschaftsfreiheit ist ein Netz: Es trägt nicht, weil ein einzelner Knoten stark ist – es trägt durch die Spannung zwischen allen. Verantwortung gemeinsam übernehmen heißt deshalb nicht, dass die Last kleiner wird, wenn viele sie tragen. Es heißt: keine Ausrede für niemanden. Strukturen können wir bauen, Geld können wir sichern – aber Haltung kann man weder beschließen noch delegieren. Was es heute braucht, ist der Mut der Selbstbehauptung: etwas zu verteidigen, das man verlieren kann und das wir zu lange für selbstverständlich hielten. Diesen Mut und diese Haltung kann niemand jemandem abnehmen.“
„Der Prozess der letzten Monate hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, die Rahmenbedingungen, die die Wissenschaftsfreiheit garantieren, in den Blick zu nehmen und zu stärken. Dass die Freiheit von Wissenschaft und Forschung im Grundgesetz verankert ist, ist ein hohes Gut. Sie ist die Grundlage für Innovationskraft, Vielfalt von Perspektiven, Ergebnisoffenheit. Und: sie ist nicht selbstverständlich. Es liegt an Politik, Gesellschaft und nicht zuletzt an der Wissenschaft selbst, sich für diese Freiheit und Autonomie einzusetzen. Dabei geht es gleichermaßen um starke unabhängige Institutionen wie um kritische und autonome Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Beides gilt es zu schützen. Ich danke allen Akteurinnen und Akteuren, die sich in den letzten Monaten konstruktiv in diesen Prozess eingebracht und konkrete Vorschläge erarbeitet haben, die wir jetzt aufgreifen werden!“
Die prominent besetzte Veranstaltung zeigte: Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, Wissen hervorzubringen, einen offenen Erkenntnisaustausch zu fördern und Forschungsergebnisse in verantwortungsvolles Handeln zu übersetzen. Deshalb ist die Resilienz des Wissenschaftssystems so wichtig
Mitschnitt der Veranstaltung in Potsdam
Im Anschluss haben die Wissenschaftsministerinnen und –minister der Länder die Deklaration „Wissenschaftsfreiheit und Resilienz – Grundlagen eines starken Wissenschaftssystems“ verabschiedet.
Medienbeiträge
Interview Table Briefings: Resilienz bedeutet nicht, den Status quo zu verteidigen, sondern Stabilität mit Lernfähigkeit zu verbinden“
Forschung und Lehre: Potsdam: Resilienz-Konferenz mit Plädoyer für gemeinsame Verantwortung
Wiarda-Blog: Die Wissenschaft wappnet sich
Süddeutsche Zeitung/dpa: Forschungsministerin sieht Wissenschaft zunehmend bedroht
Interview: Kontext Wochenzeitung: Es gibt keine grundlegende Sicherheit























