Forschung in herausfordernden Zeiten

Resilienz unseres Wissenschaftssystems

Angriffe auf die Freiheit von Wissenschaft und Forschung nehmen weltweit zu – auch in Deutschland und Baden-Württemberg. Die Länder wollen die Widerstandskraft des Systems stärken und haben einen Prozess zur Resilienz in der Wissenschaft gestartet.

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Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und ihre Amtskollegin Dr. Manja Schüle aus Brandenburg haben im Auftrag der Wissenschaftsministerkonferenz der Länder einen bundesweiten Prozess angestoßen. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wie widerstandsfähig ist unser Wissenschaftssystem? Was können Politik und Hochschulen zur Stärkung der Resilienz tun? Nach einer Analyse der aktuellen Situation geht es um gemeinsame Ziele und darum, die Handlungsfähigkeit unseres Wissenschaftssystems zu erhalten. 

Denn Studien belegen: Forschende sind zunehmend Anfeindungen ausgesetzt und Wissenschaftseinrichtungen gehören zu den demokratischen Einrichtungen, die immer weiter unter Druck geraten. Dazu kommen wissenschaftsfeindliche Debatten, Desinformation und digitale Angriffe sowie geopolitische Spannungen. 

„Wissenschaftsfreiheit ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Wer sie angreift, greift das Fundament unseres Staates an. Uns muss aber auch klar sein: Kein Gesetz, keine Gremienstruktur, keine Finanzierungsformel kann ein System schützen, wenn das grundlegende Vertrauen erodiert. Resilienz ist mehr als institutionelle Vorsorge. Sie ist eine Frage der institutionellen Stärke und des gesellschaftlichen Vertrauens – in wissenschaftliche Verfahren, in Integrität, in Transparenz. Und unser Eintreten für die liberale demokratische Ordnung darf sich nicht in allgemeinen Bekenntnissen erschöpfen. Es muss konkret werden – in Strukturen, in Kommunikation, im täglichen Handeln.“
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski

Hochkarätiger Auftakt in Mannheim

Podiumsteilnehmende Resilienz im Wissenschaftssystem
Ministerin Olschowski am Pult
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz im Wissenschaftssystem

Den Auftakt des bundesweiten Prozesses machte im Februar 2026 eine Veranstaltung in Mannheim mit Keynote, politischen Impulsen und einer Podiumsdiskussion zum Thema Resilienz im Wissenschaftssystem. Gastgeberin der hochkarätig besetzten Veranstaltung im GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
war Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff vom Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung hielt die Keynote und betonte: „Der Blick in die USA zeigt, dass selbst die reichsten Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen anfällig für massive Kürzungen der Finanzmittel und Maßnahmen sind, die ihre zukünftigen Einnahmen beeinträchtigen. Um dagegen Resilienz aufzubauen, ist es jetzt notwendig, Artikel 5 GG, der die Wissenschaftsfreiheit garantiert, mit Zähnen zu versehen, im Sinne einer kollektiven Beistandspflicht.“

Weiterhin setzten Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Philosophin Juniorprof. Dr. Amrei Bahr, der Professor für Zeitgeschichte Dr. Sven Reichardt sowie der Heidelberger Student Quentin Gärtner ein deutliches Zeichen für Resilienz, Freiheit und Vielfalt in Forschung und Lehre.

Rede von Wissenschaftsministerin Petra Olschowski

Pressemitteilung

Mitschnitt der Veranstaltung in Mannheim

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Mehr als 200 Teilnehmende bei Resilienz-Veranstaltung in Potsdam

Anfang Juli 2026 haben Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski gemeinsam in den Potsdamer Landtag eingeladen. Unter dem Titel „Resilienz des deutschen Wissenschaftssystems – Verantwortung gemeinsam übernehmen“ tauschten sich rund 200 Teilnehmende aus. Neben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sprachen unter anderem der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. Wolfgang Wick, und die Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Potsdam, Dr. Frauke Brosius-Gersdorf. Vor Ort waren zudem die Wissenschaftsminister und -senatorinnen aus Berlin, Hessen, Niedersachsen und dem Saarland.

„In unserem Land ist die Wissenschaftsfreiheit im Grundgesetz verankert. Das ist unser Wettbewerbsvorteil. Sie zu bewahren, ist unsere Aufgabe, denn wer die Freiheit liebt, übernimmt auch Verantwortung für sie und schützt sie. Dafür stehen Bund und Länder gemeinsam ein.“
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär
Resilienz-Veranstaltung in Potsdam mit Wissenschaftssenatorinnen und -ministern
Die Ministerinnen Petra Olschowski und Dr. Manja Schüle haben den Prozess Resilienz im Wissenschaftssystem gestartet.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär
Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Petra Olschowski

Die prominent besetzte Veranstaltung zeigte: Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, Wissen hervorzubringen, einen offenen Erkenntnisaustausch zu fördern und Forschungsergebnisse in verantwortungsvolles Handeln zu übersetzen. Deshalb ist die Resilienz des Wissenschaftssystems so wichtig

Pressemitteilung

Mitschnitt der Veranstaltung in Potsdam

Im Anschluss haben die Wissenschaftsministerinnen und –minister der Länder die Deklaration „Wissenschaftsfreiheit und Resilienz – Grundlagen eines starken Wissenschaftssystems“ verabschiedet.

Medienbeiträge

Interview Table Briefings: Resilienz bedeutet nicht, den Status quo zu verteidigen, sondern Stabilität mit Lernfähigkeit zu verbinden“

Forschung und Lehre: Potsdam: Resilienz-Konferenz mit Plädoyer für gemeinsame Verantwortung

Wiarda-Blog: Die Wissenschaft wappnet sich

Süddeutsche Zeitung/dpa: Forschungsministerin sieht Wissenschaft zunehmend bedroht 

Interview: Kontext Wochenzeitung: Es gibt keine grundlegende Sicherheit