Klimaschutz

CO2-Kulturstandard – bundesweit einheitlicher Bilanzierungsstandard im Kulturbereich

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Klimaschutz CO2-Kulturstandard – bundesweit einheitlicher Bilanzierungsstandard im Kulturbereich

Im Kulturpolitischen Spitzengespräch wurde am 11. Oktober 2023 von Bund, Ländern und Kommunen ein gemeinsamer CO2-Bilanzierungstandard für den Kulturbereich, der CO2-Kulturstandard, verabschiedet. Begleitend dazu wurde der CO2-Kulturrechner (NEU: aktualisierter CO2-Kulturrechner 2025) sowie die zugehörige Anleitung zum CO2-Kulturrechner veröffentlicht.

„Um das Ziel der Klimaneutralität auch in allen Kultureinrichtungen zu erreichen, müssen wir jetzt anfangen.“
Kunstministerin Petra Olschowski

Unter Federführung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wurde das Regelwerk erstellt: Eine Expertengruppe hat hierfür einen Vorschlag für bundesweit spartenübergreifende Standards bei der Treibhausgasbilanzierung erarbeitet. Mitglieder in dieser Expertengruppe waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bühnenvereins, des Deutschen Museumsbundes, der Deutschen Orchestervereinigung, des Deutschen Bibliotheksverbands, des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare und des Bundesverbands Soziokultur. Expertise hinsichtlich der Treibhausgasbilanzierung floss durch Akteure wie der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg, der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und dem Umweltbundesamt ein. Die fachliche Begleitung erfolgte durch KlimAktiv gGmbH aus Tübingen, die bereits den unter der Federführung Baden-Württembergs entwickelten und bundesweit genutzten Green Shooting Rechner entwickelt hat, sowie Jacob Bilabel, Thema1 GmbH, der auch das Aktionsnetzwerk Kultur und Medien betreut.

Der CO2-Kulturstandard basiert auf dem weltweit anerkannten Standard zur Treibhausgasbilanzierung, dem Greenhouse Gas Protocol, und konkretisiert wesentliche Aspekte für Kultureinrichtungen insbesondere in Bezug auf die sogenannten Systemgrenzen – also „was“ bilanziert wird. Es werden drei Bilanzierungstiefen unterschieden, deren Ergebnisse auch separat ausgewiesen werden:

  1. KlimaBilanzKultur: verpflichtend
  2. KlimaBilanzKultur+: optional
  3. Beyond Carbon: optional; es werden zusätzliche Güter im Einkauf betrachtet,
    aber nicht als CO2-Äquivalent erfasst.

Kultureinrichtungen aller Sparten können nun nach einheitlichen Vorgaben ihre CO2-Emissionen erfassen, Einsparpotentiale identifizieren und nachhaltige Strategien entwickeln.

Jeweils Anfang eines Jahres wird der CO2-Kulturrechner mit den aktualisierten Faktoren des Vorjahres zur Verfügung stehen.

Weitere Meldungen

Laptop displays virtual museum show, offering online exploration of digital art, culture. Interactive gallery experience on screen historical heritage, multimedia collections for learning, discovery.
Kunst und Kultur

Land fördert nichtstaatliche Museen mit 300.000 Euro

Quality engineer examines a sample scanned with a laser on a 3d scan in a research laboratory
Forschung

Großes wirtschaftliches Potenzial: Land fördert Prototypen für Zukunftstechnologien

Kontrabassistin und Komponistin Tabea Kind
Kunst und Kultur

Tabea Kind erhält Jazz-Preis Baden-Württemberg 2026

Kunst und Kultur

Sergej Gößner erhält Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg

Bühnenbild Theater
Kunst und Kultur

Land fördert Privattheater mit 243.000 Euro

Arne Braun, Marcus Grube, OB Klopfer
Kunst und Kultur

Vertrag von Intendant Marcus Grube verlängert

Hochschulen

Unis aus Tübingen, Karlsruhe und Heidelberg behalten ihre Exzellenztitel

Portrait Annette Pehnt
Kunst

Annette Pehnt erhält den Johann-Peter-Hebel-Preis 2026

Ansicht der Brille für die automatische Bilderkennung
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

 Gesundheitscloud MEDI:CUS
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS im Pilotbetrieb

beautiful,happy,holding,person,female,smiling,adult,people,caucasian,woman,notebook,job,pen,learning,education,studying,indoors,inside
Hochschulen

Gleichstellung: Land beim Professorinnenprogramm vorn

Preisträger Landesforschungspreis 2026
Forschung

Landesforschungspreise 2026 nach Tübingen, Mannheim und Freiburg

Podiumsteilnehmende Resilienz im Wissenschaftssystem
Resilienz

Länder starten Prozess zur Stärkung der Widerstandskraft von Wissenschaft

Female scientist in laboratory working with flasks, European Union flag overlay, research, biotechnology, pharmaceuticals, healthcare, science, innovation.
Forschung

12,6 Millionen Euro für Zukunftstechnologien an Landesuniversitäten

Architekturbüro TPK (Tiemann-Petri Koch Planungsgesellschaft mbH)
Hochschulmedizin

Grundstein für den Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen gelegt