Zukunftsfelder

Strategische Forschungsschwerpunkte in BW

Wissenschaft und Forschung tragen dazu bei, die großen Fragen unserer Zeit zu beantworten und sichern damit die Wertschöpfung im Land. Als MWK schaffen wir bestmögliche Rahmenbedingungen und stärken so unsere Hochschulen und Einrichtungen.

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Demonstration der humanoiden Robotik und robotischen KI

Die strategischen Forschungsschwerpunkte im Land orientieren sich an aktuellen und zukünftigen Herausforderungen: Wissenschaft und Forschung bringen die gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation voran. Große Bedeutung für die Zukunft Baden-Württembergs haben insbesondere die Forschungsfelder Medizin, Lebenswissenschaften, Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik sowie Quantentechnologie, Mobilität und Nachhaltigkeit. Zunehmend wichtig wird zudem die Sicherheits- und Verteidigungsforschung. Dabei erweist sich die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft als besonders effektiv.

Innovationscampus-Modelle zu Zukunftsthemen

Wegweisend für diese Strategie sind die bundesweit einmaligen Innovationscampus-Modelle – initiiert und umgesetzt vom Wissenschaftsministerium. Jeder Innovationscampus konzentriert sich von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung auf ein Zukunftsthema beziehungsweise eine eine Schlüsseltechnologie. An den jeweiligen Standorten wächst ein Innovationsökosystem, in dem Forschende verschiedener Einrichtungen mit Unternehmen und Start-ups kooperieren und in die Gesellschaft hineinwirken. Dank dieser gebündelten Expertise werden Potenziale freigesetzt, Synergien genutzt und der Transfer in die Praxis beschleunigt. Derzeit werden in Baden-Württemberg sechs Innovationscampus-Vorhaben in strategisch relevanten Zukunftsfeldern aus- und aufgebaut:

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Innovationscampus-Modelle ist die Verbindung von grundlagenorientierter und anwendungsnaher Forschung. Durch die Profil- und Stärkenbildung entsteht ein großer Mehrwert für den Forschungsstandort. Die Sichtbarkeit und Strahlkraft der Innovationscampus-Modelle wirken sich zudem positiv auf die Gewinnung internationaler Spitzenkräfte aus.

Strategiedialoge begleiten Transformationsprozesse

Darüber hinaus begleitet das Land bedeutende Transformationsprozesse mit Strategiedialogen. Die vier großen Dialoge zwischen Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft sind:

  • Strategiedialog Automobilwirtschaft
  • Strategiedialog bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen
  • Strategiedialog Landwirtschaft
  • Strategiedialog Forum Gesundheitsstandort

Das Wissenschaftsministerium beteiligt sich insbesondere am Strategiedialog Automobilwirtschaft und dem Forum Gesundheitsstandort. Mit dem Strategiedialog Forum Gesundheitsstandort bringt Baden-Württemberg technologische und medizinische Innovationen weiter voran und stärkt die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Universitätsmedizin des Landes ist dabei zentraler Partner und Impulsgeber.

Weitere Schwerpunkte

Transfer in die Anwendung

Über die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in den strategischen Forschungsbereichen gelangen neue Erkenntnisse in die Anwendung. Ein Baustein ist die positive Gründungskultur an unseren Hochschulen. Dieser Forschungs- und Wissenstransfer über Start-ups und Ausgründungen trägt dazu bei, dass Baden-Württemberg dauerhaft ein starker Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort bleibt.

Baden-Württemberg war hier zuletzt besonders erfolgreich mit der Einwerbung der Startup Factory NXTGN, an der vier Universitäten und eine Hochschule für angewandte Wissenschaft aus Baden-Württemberg mitwirken. Sie wird eine zentrale Innovationsplattform für Gründungen im Südwesten aufbauen.

Stark in der Nachwuchsförderung

An den Universitäten und Forschungseinrichtungen werden darüber hinaus zahlreiche Graduiertenschulen zu unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten gefördert. Das neuste Landesinitiative ist die Research School for Applied AI (connAIx) in Heilbronn. Zum Start werden dort zehn Professorinnen und Professoren, sechzig Doktoranden und zwanzig bereits promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den technologischen Zukunftsfeldern Robotik, Chipdesign und Cyber Security forschen.

Weitere Graduiertenschulen sind beispielsweise die Graduate School Electrochemical Energy Storage zur Batterieforschung an der Universität Ulm und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik ist die Internationale Max-Planck-Research School Intelligente System fester Bestandteil des Cyber Valleys.