Themen-Forum 1

Digitale Welten

Wo liegen die Herausforderungen, Chancen und Risiken der Digitalisierung für Kunst und Kultur? Was sind ethischen Herausforderungen der Digitalisierung? Wie ändern sich Rolle und Selbstverständnis von Kunst und Kultur in der digitalen Gesellschaft? Wie organisiert sich der Diskurs in einer digitalen Gesellschaft? Was bedeutet die Digitalisierung für die künstlerische Arbeit, die Kunstinstitutionen und die Vermittlung von Kunst und Kultur?

50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kunst- und Kultureinrichtungen und der Verwaltung diskutieren im Forum „Digitale Welten“ über die Herausforderungen und Chancen der Digitalität für den Kulturbetrieb. Digitalität wird in vielen Bereichen als Chance gesehen, die Geschwindigkeit und Radikalität der digitalen Veränderungen bringt jedoch große Herausforderungen mit sich.

Was ist bis jetzt passiert?

Am 22. März 2019 fand im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe die Veranstaltung „Digitalität und Verantwortung“statt.

In dieser zweiten Dialogveranstaltung des Forums „Digitale Welten“ wurden die ethischen und rechtlichen Grundlagen diskutiert, auf denen eine verantwortungsvolle digitale Kulturpolitik fußen sollte. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Disziplinen stellten sich gemeinsam den Grundsatzfragen zur digitalen Zukunft im Kulturbetrieb.

Als Keynotespeaker sprachen Prof. Markus Gabriel, Internationales Zentrum für Philosophie der Universität Bonn, Steven Walter, künstlerischer Leiter des Podium Festivals Esslingen sowie Prof. Dr. Eyal Weizman, Direktor des Künstlerkollektivs »Forensic Architecture«, Goldsmiths University of London.

Der Philosoph Prof. Gabriel unterstrich die wichtige Rolle von Kulturinstitutionen für die Entwicklung einer verantwortungsvollen Einstellung zur Digitalität. Steven Walter beschäftigte sich - ausgehend von seiner praktischen Arbeit im Rahmen des Fellowship-Programms #bebeethoven - mit Autorenschaft und Musikschaffen in der digitalen Welt. Prof. Dr. Weizmann zeigte, wie sich das Selbstverständnis von Künstlern in digitalen Zeiten wandelt und welche Verantwortung die Kunst gerade mit dem Einsatz von digitalen Mitteln übernehmen kann.

Neben den Keynotes gab es zahlreiche Impulsreferate, die anschließend von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert wurden. Folgende Referenten traten mit folgenden Themen auf:

  • Prof. Christiane Riedel, Kaufm. Vorstand ZKM
    Thema „Führungsverantwortung im digitalen Kulturbetrieb
  • Prof. Sabiha Ghellal, Hochschule der Medien Stuttgart
    Thema: „Digitale Kunst – Wirtschaft oder Kritik“
  • Barbara Kiolbassa, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Museumskommunikation ZKM
    Thema „Rolle von Kunst und Kunstvermittlung in einer digitalen Gesellschaft“
  • Prof. Andreas Hykade, Leiter des Instituts für Animation an der Filmakademie BW
    Thema „Das Kunstwerk im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit“
  • Prof. Walter Kriha, Hochschule der Medien
    Thema „KI, Blockchain – neue Verantwortung durch neue digitale Instrumente für die Kunst“
  • Prof. Claus Pias, Leuphana Universität, Professor für Medientheorie und Mediengeschichte
    „Digitalität – Ende oder Anfang der Aufklärung?“
  • Michael Pallesche, Direktor Ernst-Reuter Schule Karlsruhe
    „Digitale Mündigkeit als Bildungsaufgabe“

Der Konferenztag fand in der Ausstellung „Open Codes. Die Welt als Datenfeld“ im ZKM statt. Die Tagung war als dynamischer Austausch konzipiert, bei dem sich Keynotes von Fachexperten und Impulse immer wieder mit Diskussion und Dialog abwechselten. Das Protokoll zur Veranstaltung finden Sie hier.

Auch das Internetpublikum war eingeladen, per Videostreaming und Social Media Chat an der Veranstaltung zu partizipieren. Eine Online-Redaktion moderierte die digitale Debatte und spiegelte sie immer wieder in den Veranstaltungsraum zurück. Zentrale Ergebnisse finden Sie hier.

Siehe auch:
#digitaleweltenBW19 und #KulturpolitikBW

Flüchtlinge beteiligen sich an einem Kulturprojekt.
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Neue gesellschaftliche Bündnisse

Welche Beiträge leisten Kunst und Kultur zur Demokratie und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie können Kunst und Kultur durch neue Allianzen zwischen Künstlern, Kulturein-richtungen, Amateurkunst, freier Szene und Akteuren der Zivilgesellschaft gestärkt werden?

Ausstellungsansicht mit Werken von Ben Vautier und Timm Ulrichs (»Casual : Causal«, 1982) »[un]erwartet. Die Kunst des Zufalls« (24.09.2016 – 19.02.2017), Kunstmuseum Stuttgart, Foto: Frank Kleinbach © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 für Ben Vautier und Timm Ulrichs
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Strategien der Transformation

Wir wollen neue Wege der Öffnung, Vermittlung und Verortung von Kultur beschreiten. Doch wie sehen diese aus? Wo verorten sich Kultureinrichtungen in der gesellschaftlichen Diskussion um Identität und Vielfalt, Regionalität und Internationalität?

Heimatmuseum "Schwarzes Tor", Außenanlage
Franz West
Brückenköpfe (Lemuren) I und II
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Kunst und Kultur in ländlichen Räumen

Wie muss eine zeitgemäße Kulturarbeit im ländlichen Raum gestaltet und gefördert werden? Welche Bedeutung haben Vernetzung und Kooperation? Welche Veränderungsprozesse sollten gestaltet werden? Was muss erhalten bleiben?

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Die vier verschiedenen Themenforen "Digitale Welten", "Neue gesellschaftliche Bündnisse", "Strategien der Transformation – Neue Wege der Öffnung, Vermittlung und Verortung von Kultur" und "Kunst und Kultur in ländlichen Räumen" arbeiten weiter. Hier finden Sie alle Termine aus den einzelnen Foren.