Pressemitteilung

Forschung
  • 23.07.2010

Förderung von zwei neuen Zentren für Angewandte Forschung

Das Wissenschaftsministerium fördert zwei neue Zentren für Angewandte Forschung (ZAFH) an den Hochschulen Mannheim und Ravensburg-Weingarten mit je rund 1,5 Mio. Euro für die nächsten drei Jahre. Dies gab Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg heute in Stuttgart bekannt. Die Mittel stammen aus Privatisierungserlösen (Zukunftsoffensive IV) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Wissenschaftsminister Frankenberg sagte: „Die Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und der mittelständischen Wirtschaft in den Zentren für angewandte Forschung hat sich bewährt. Dies liegt auch an der hohen Leistungsfähigkeit vieler Fachhochschulen in der angewandten Forschung. An den beiden neuen Zentren sollen innovative Anwendungen entwickelt werden, die unserer Wirtschaft einen Technologievorsprung sichern. Bearbeitet werden Zukunftsthemen, die unser Leben nachhaltig verbessern können.“

Eine elfköpfige Gutachtergruppe hatte die Anträge „ABIMAS“ der Hochschule Mannheim und „LED-OASYS“ der Hochschule Ravensburg-Weingarten aus einer Gruppe von sieben Finalisten zur Förderung empfohlen. Zunächst ist eine Förderdauer von drei Jahren vorgesehen. Nach positiver Begutachtung kann die Förderung auf insgesamt bis zu fünf Jahre ausgedehnt werden. Danach sollen sich die Zentren selber tragen.

Die neuen Zentren für Angewandte Forschung an Fachhochschulen in Baden-Württemberg:

  • „Applied Biomedical Mass Spectrometry“ (ABIMAS) unter Federführung der Hochschule Mannheim. In diesem Projekt soll eine Plattformtechnologie entwickelt werden, die massenspektrometrische und zellbiologische Verfahren mit IT und Chemie verbindet. Dies spielt in der Biotechnologie und der zellbasierten Medizin eine Rolle. So soll die Verteilung und Wirkung von Krebsmedikamenten in Zellen analysiert werden und Blutstammzellen für die Zelltherapie genauer identifiziert werden.



  • „Energieeffiziente Beleuchtungsanwendungen mit LEDs durch angepasste optische Auskoppelsysteme“ (LED-OASYS) unter Federführung der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Hier soll eine Methodik für den Bau energieeffizienter Innen- und Außenbeleuchtung mit Hilfe von LED und organischen LED entwickelt werden, die die herkömmlichen Glühbirnen ersetzt und die Raumbeleuchtung grundlegend verändert. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch in der Messtechnik eingesetzt werden.


Hinweis an die Redaktionen

Zentren für Angewandte Forschung an Fachhochschulen (ZAFH) sind Verbünde von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, in denen anwendungsfähige Forschungsergebnisse in neuen wissenschaftlichen Forschungsfeldern erzielt werden. Maximal fünf Jahre lang stehen für ein ZAFH durchschnittlich 500.000 Euro jährlich zur Verfügung. Die Zentren kooperieren vorrangig mit mittelständischen Wirtschaftsunternehmen. Die Ergebnisse werden zunächst der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Danach ist eine Veräußerung von Verwertungsrechten möglich.

Bisher bestehen sieben Zentren für angewandte Forschung an den Hochschulen Aalen, Furtwangen, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim, Stuttgart und Ulm.

Weitere Informationen:
Zentren für Angewandte Forschung an Fachhochschulen (ZAFH)

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg


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